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Cybermobbing - Nicht nur Kinder und Jugendliche sind davon betroffen

Cybermobbing – Die Gefahr aus dem Netz

Cybermobbing – Die Gefahr aus dem Netz

Vielen wird die erfolgreiche Serie des Streaming Dienstes Netflix „Tote Mädchen lügen nicht“ (Originaltitel 13 Reasons Why) ein Begriff sein. Die Serie handelt von Hannah, einem 17-Jährigen Mädchen, das in 13 Kapiteln erzählt, wie sie von ihren Mitschülern fertig gemacht wurde. Ausgrenzung, Cybermobbing, Suizid – die Serie trifft den Zahn der Zeit und greift auf, was viele Kinder und Jugendliche in Hannahs Alter tagtäglich erleben. Hannah hat es nicht geschafft, sich ihrem Freund, ihren Eltern oder einer anderen nahestehenden Person in ihrem Leben anzuvertrauen und beging aus purer Verzweiflung am Ende Selbstmord.

Cybermobbing ist ein Phänomen unserer Zeit. Durch Smartphones und E-Mails ist es ein Leichtes, Fotos und Videos von anderen Personen ins Netz zu stellen oder in Umlauf zu bringen. Von einer Sekunde auf die nächste gerät das Leben aus den Fugen, wenn die ganze Schule oder das Büro peinliche Videos und unvorteilhafte Fotos von einem selbst zu sehen bekommt. Der Arbeitsalltag im Büro wird nach einem Cybermobbing-Angriff genauso wenig derselbe sein wie der Lernalltag an der Schule.

Cybermobbing

Quelle: https://netflixdach13reasonswhy.podbean.com/

Heutzutage besitzen 95 Prozent aller Teenager ab 14 Jahren ein eigenes Handy. Der Großteil der Cybermobbing-Opfer ist zwischen 11 und 16 Jahre alt – ein Alter, in dem die Pubertät beginnt, sich Teenager in ihrer Haut also ohnehin nicht besonders wohlfühlen und dementsprechend anfällig gegen Beleidigungen oder Äußerungen zu ihrem Aussehen und ihrem Körper sind. Mithilfe von sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder YouTube, lässt sich ganz ungeniert pöbeln und beleidigen, es können Gerüchte gestreut oder die Identität eines anderen angenommen werden. Das vermeintlich anonyme Internet bringt eine geringere Hemmschwelle mit sich und begünstigt das Mobbing im Netz.

Das Thema Internetmobbing ist ein sehr breites Feld. In diesem Beitrag versuchen wir dennoch kurz und knapp über die Gefahren des Cybermobbings aufzuklären, Ratschläge für Opfer und deren Eltern zu geben und mit Hilfe passender Adressen und Telefonnummern professionelle Unterstützung an die Hand zu geben.

Cybermobbing-Opfer

Was ist Cybermobbing?

Bereits in den 1980er Jahren begannen Psychologen sich mit dem Thema Mobbing auseinanderzusetzen. Vorrangig ist hier der schwedische Psychologe Dan Olweus zu nennen, der sich dem Phänomen annahm und sich um eine Definition bemühte. Seiner Auffassung nach ist Mobbing „ein absichtlich körperlich oder psychisch schädigendes Verhalten gegenüber einem Einzelnen, bei dem der Täter oder die Täterin dem Opfer überlegen ist. Die Taten werden wiederholt und über einen längeren Zeitraum hinweg ausgeübt“. Er erläuterte außerdem, dass Mobbing in einem oft hierarchisch gegliederten System mit klaren Machtverhältnissen vorkommt. Als Beispiele für Orte, an denen Mobbing am häufigsten vorkommt, nennt Olweus den Pausenhof, die Sporthalle, das Klassenzimmer oder die Umkleidekabine. Allesamt Orte, die sich um die Schule drehen und vorrangig Kinder und Jugendliche betreffen. Olweus konnte in den 80er Jahren noch nicht ahnen, welches Ausmaß das Internet und vor allem das Smartphone im Alltag haben würde.

Was ist Cybermobbing?

Bei Cybermobbing verhält es sich zum Teil anders. Hier treffen Täter und Opfer im virtuellen Raum, dem sogenannten Cyberspace, aufeinander – allerdings eben nicht persönlich. Wichtigstes „Werkzeug“ beim Cybermobbing sind elektronische Medien und technische Hilfsmittel. Auch der feste Platz, an dem das Mobbing stattfindet, entfällt, da Cybermobbing nicht an einen gemeinsamen Arbeitsplatz oder die Schule gebunden ist, sondern de facto überall stattfinden kann. Außerdem betrifft es nicht (mehr) nur Schüler oder Jugendliche, sondern in vielen Fällen auch Erwachsene. Kurz gesagt ist Cybermobbing seelische Gewalt, von der sich der oder die Betroffene nicht selbst befreien kann.

Cyber-Mobbing oder Cyberbullying, wie es auch oft genannt wird, kann genauso schädlich sein wie "normales" Mobbing. Darum ist es besonders wichtig, dass Eltern und Lehrer die Augen für diese Art von Online-Verhalten öffnen, um zu verstehen, wie sie Kindern und jungen Erwachsenen, die Opfer von Cybermobbing geworden sind, helfen können. Haben Sie immer ein offenes Ohr für Ihre Kinder oder Schüler und nehmen Sie Aussagen, die in die Richtung Cybermobbing gehen, immer ernst.

Hier treffen Täter und Opfer im virtuellen Raum aufeinander

Ratschläge für Betroffene von Cybermobbing

Zuallererst sollten Sie Folgendes wissen und beherzigen: Es ist nicht Ihre Schuld, wenn Sie Opfer von Cybermobbing werden. Kein Mensch sollte es dulden, wenn eine Person wiederholt beleidigend ist oder ungefragt persönliche Inhalte teilt. Eine Reaktion Ihrerseits fordert Cybermobbing allerdings schon. Still sitzen, meditieren und hoffen, dass das Mobbing aufhört, hilft in den wenigsten Fällen. Deshalb gilt: Reden Sie mit Vertrauenspersonen, Ihren Freunden, Ihrer Familie, Beauftragten in der Schule oder am Arbeitsplatz und machen Sie auf Ihre Situation aufmerksam. Außerdem ist es wichtig, alle Beweise zu sichern. Heben Sie alles auf, was über Sie geschrieben, gesagt und im Netz verbreitet wurde.

Nutzen Sie verfügbare technische Hilfsmittel. Die meisten Social-Media-Anwendungen und -Dienste ermöglichen es Ihnen, die Person zu blockieren. Ganz gleich, ob die Belästigung in einer App, über WhatsApp, in einem Text, in Kommentaren oder in mit Tags versehenen Fotos vorkommt – tun Sie sich selbst einen Gefallen und blockieren Sie die Person. Wird Ihnen körperliche Gewalt angedroht, sollten Sie (mit Hilfe eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten) die örtliche Polizei rufen.

Schützen Sie Ihre digitalen Konten. Geben Sie Ihre Passwörter an niemanden weiter – auch nicht an Ihre engsten Freunde, die Ihnen vielleicht nicht ewig nahe stehen – und sichern Sie Ihr Smartphone mit einem Passwort, damit sich niemand für Sie ausgeben kann.

Ratschläge für Betroffene von Cybermobbing

Diese Tipps helfen Eltern, wenn das eigene Kind Opfer von Cybermobbing wurde

Viele Kinder sind eingeschüchtert und erzählen ihren Eltern nicht, wenn sie gemobbt werden – online oder offline. Daher sollten Eltern Augen und Ohren weit aufmachen, um mögliche Anzeichen früh genug zu erkennen. Diese Anzeichen können beispielsweise sein, dass Ihr Kind nicht mehr zur Schule gehen will, den Schlaf verliert oder am Tablet, Computer oder Telefon unruhig wirkt. Seien Sie so ruhig und offenherzig wie möglich und fragen Sie Ihr Kind nach dem Grund.

Arbeiten Sie mit Ihrem Kind und beziehen Sie Ihr Kind in Gespräche und Vorhaben gegen Cybermobbing ein. Hierfür gibt es zwei gute Gründe: Mobbing und Cybermobbing ist in aller Regel mit dem Verlust der Würde oder der Kontrolle über eine soziale Situation verbunden, und die Einbeziehung Ihres Kindes in die Lösungsfindung hilft ihm, diese wiederzuerlangen. Der zweite Grund ist der Kontext. Da Mobbing fast immer mit dem Schulleben zu tun hat und unsere Kinder die Situation und den Kontext besser verstehen als Eltern es je können, ist ihre Perspektive der Schlüssel, um der Situation auf den Grund zu gehen und eine Lösung zu finden. Es kann sein, dass Sie private Gespräche mit anderen führen müssen, aber lassen Sie Ihr Kind wissen, wenn Sie dies tun, und erstatten Sie ihm Bericht. Hier geht es um das Leben Ihres Kindes, deshalb muss Ihr Kind auch Teil der Lösung sein.

Reagieren Sie nachdenklich, nicht schnell. Was Eltern nicht immer wissen, ist, dass sie die Dinge für ihre Kinder verschlimmern können, wenn sie voreilig handeln. Beim Cybermobbing wird oft jemand an den Rand gedrängt, was nach Ansicht des Täters seine Macht und seinen Status erhöht. Wenn Sie öffentlich reagieren oder wenn die Gleichaltrigen Ihres Kindes sogar von einem diskreten Treffen mit den Schulbehörden erfahren, kann die Marginalisierung noch schlimmer werden, weshalb jede Reaktion gut durchdacht sein muss.

Mehr als eine Perspektive ist nötig. Der Bericht Ihres Kindes über das, was passiert ist, ist wahrscheinlich völlig aufrichtig. Aber denken Sie daran, dass die Wahrheit einer Person nicht unbedingt die Wahrheit aller ist. Sie müssen andere Perspektiven einnehmen und offen sein für das, was sie sind. Manchmal lassen sich Kinder in Kettenreaktionen hineinziehen. Manchmal ist auch das, was wir online sehen, nur eine Seite oder ein Teil der Geschichte.

Was nach Meinung der Opfer am meisten hilft: gehört zu werden - wirklich angehört zu werden - entweder von einem Freund oder einem Erwachsenen. Deshalb ist es so wichtig, wenn Ihre Kinder zu Ihnen kommen und Sie um Hilfe bitten, dass Sie nachdenklich reagieren und sie miteinbeziehen. Allein dadurch, dass sie respektvoll angehört werden, ist ein Kind oft auf dem besten Weg zur Heilung.

Diese Tipps helfen Eltern, wenn das eigene Kind Opfer von Cybermobbing wurde
Der Bericht Ihres Kindes

Cybermobbing – einige Tipps für den richtigen Umgang damit:

Cybermobbing – einige Tipps für den richtigen Umgang damit

Service-Telefon und Hilfe-Seiten bei Internet-Mobbing

Service-Telefon und Hilfe-Seiten bei Internet-Mobbing

Quelle: https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de/

Fazit

Cybermobbing kann jeden treffen. Wenn Sie selbst Opfer von Beleidigungen oder Belästigungen geworden sind, zögern Sie nicht, sich entsprechend anzuvertrauen und Hilfe zu holen. Wenn Ihre Kinder Opfer eines Cybermobbing-Angriffs wurden, reden Sie behutsam mit ihnen und versuchen Sie gemeinsam eine Lösung zu finden. Das Sichern von Beweisen sollte vor dem Löschen des „Mobbing-Materials“ immer der erste Schritt sein. Einige Internetseiten bieten zusätzliche Information und Rat. Auch Beraterinnen und Berater stehen für Opfer von Cybermobbing Tag und Nacht am Telefon bereit.

Sie selbst sind nicht dafür verantwortlich, dass eine andere Person Sie beleidigt, belästigt oder terrorisiert – Sie sind nur dafür verantwortlich, etwas dagegen zu tun!


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