Kontakt

Wir sind rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, für Sie erreichbar.

06181 7074 031

06181 7074 030

06181 7074 044

Zum Kontaktformular
Herzlich willkommen im smartmobil Chat.

Gerne helfen wir Ihnen persönlich weiter.

Bitte wählen Sie zunächst Ihr Anliegen:

Kundenservice

Bei Fragen zu Ihrem Vertrag nutzen Sie bitte den Chat in Ihrer persönlichen Servicewelt. Aus Datenschutzgründen benötigen wir hierfür Ihre Anmeldung unter https://service.smartmobil.de/

Navigieren mit dem Smartphone
Die Top Navi-Apps im Überblick

Navigieren mit dem Smartphone - Die Top Navi-Apps im Überblick

Neben der Telefon-, Kamera- und Internetnutzung zählen Navigation und Kartendienste zu den häufigsten Anwendungen auf Smartphones. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Im Vergleich zu - beispielsweise im Auto fest installierten Navigationssystemen - ist der Dienst kostenlos möglich. Im Folgenden beleuchten wir die technischen Hintergründe und stellen verschiedene Apps für die Orientierung vor.

GPS - Wie funktioniert die Ortung?

Voraussetzung für die Navigation ist GPS. Das Satellitensystem des US-amerikanischen Global Positioning Systems sendet Signale und bestimmt anhand dieser den jeweiligen Standort. Ursprünglich wurde das System für die militärische Nutzung konzipiert. Deshalb wurde die Genauigkeit der Standortbestimmung auch bis zum Jahr 2001 künstlich verschlechtert, um potentiellen Gegnern damit quasi kein Einfallstor zu liefern. Mittlerweile ist die Ortung bis auf 10 Meter genau. Zusätzlich unterstützen viele Smartphones parallel dazu auch das russische Pendant GLONASS sowie das europäische Galileo-System. Die zeitgleiche Nutzung mehrerer Systeme birgt den Vorteil, dass eine noch genauere Positionsbestimmung möglich wird.

Die Position wird durch das Versenden von sogenannten Radiosignalen bestimmt. Je nach Dauer der Rücklaufzeit eines vom Satelliten gesendeten Signals erfolgt die Lokalisierung. Eine Mindestvoraussetzung zur zielgenauen Ortung ist der gleichzeitige Signalempfang von vier Satelliten, von denen drei die Signale aussenden und der vierte der Festlegung der Uhrzeit dient. Der Grund dafür ist, dass die Uhren von Smartphones für die Messung der Signallaufzeit zu ungenau sind. Mithilfe des Dopplereffekts kann zudem die Fahrzeuggeschwindigkeit berechnet werden. Hier handelt es sich um eine Frequenzänderung, die davon abhängig ist, ob der Sender sich auf den Empfänger zu- oder wegbewegt. So wird die Bewegung auf der Karte nachvollziehbar. Eine alternative Messmethode ist die Standortspeicherung. Dabei speichert das System regelmäßig Standort und Uhrzeit. Aus der Differenz zur aktuellen Position und der vergangenen Zeit wird dann die Geschwindigkeit berechnet.

GPS - Wie funktioniert die Ortung?

Welche Arten von Navi-Apps gibt es?

Grundsätzlich kann zwischen Onboard- und Offboard-Systemen unterschieden werden.

Bei diesen Systemen sind die Karten nicht direkt auf dem Smartphone gespeichert, sondern werden bei Bedarf via UMTS oder LTE abgerufen. Hier ist auf jeden Fall ein Tarif mit ausreichend Datenvolumen eine Grundvoraussetzung. Typische Beispiele sind Google Maps und Apple Maps. Hier besteht der Vorteil, dass die Karten stets auf dem aktuellen Stand und daher keine Updates erforderlich sind.

Die Onboard-Navigation hingegen ist sehr speicherintensiv, da die Navigations-Informationen direkt auf dem Endgerät hinterlegt sind. Dafür wird für die Navigation kein mobiles Datenvolumen verbraucht. Der Grund dafür ist, dass das GPS-Modul zur Standortbestimmung kein Signal aussendet, sondern lediglich die Satellitendaten empfängt. Gerade im nicht-europäischen Ausland sind solche Systeme eine gute Alternative. Auch in Gegenden mit geringer Mobilfunkabdeckung ist die Onboard-Navigation gut geeignet.

Die Offboard-Navigation

Bei der Bedienweise verfügen die meisten Navigations-Apps über ähnliche Funktionalitäten. Nach dem Öffnen der App sieht man im Regelfall seinen Standort und kann eine Zieladresse eingeben. Im Anschluss startet die Navigation und es steht zur Wahl, ob das Ziel per Auto, öffentliches Verkehrsmittel oder zu Fuß erreicht werden soll. Daneben werden im Umfeld sogenannte Points of Interest angezeigt, die nach verschiedenen Kriterien gefiltert werden können. Diese umfassen beispielsweise Gastronomie, Apotheken oder auch Tankstellen in der Nähe.

Die Offboard-Navigation Bedienung und Funktionen von Navi-Apps

Bekannte Offboard-Apps

Google Maps

Google Maps zählt zu den Navi-Apps mit der größten Verbreitung und kann auch auf Nicht-Android-Geräten genutzt werden. Durch die große Nutzerzahl verfügt die App über sehr detailgenaue Echtzeitinformationen, was die Verkehrslage anbelangt.

Neben der reinen Navigation verfügt Google Maps über weitere praktische Features:

  • So können Orte, die häufig aufgesucht werden, gespeichert werden. Das hat den Vorteil, dass die Adresse nicht jedes Mal aufs Neue eingegeben werden muss.
  • Es gibt auch die Möglichkeit den eigenen Standort zu speichern, was z.B. bei der Parkplatzsuche hilfreich ist. Hierzu klickt man einfach auf den blauen Kreis, der die eigene Position markiert, und wählt die Funktion „Als Parkplatzstandort festlegen“.
  • Für ausgewählte größere Gebäude, wie einige deutsche Flughäfen oder das KaDeWe in Berlin verfügt Google Maps sogar über Indoor-Karten, die die Position von Geschäften und Ähnlichem anzeigen. Sofern eine Indoor-Map hinterlegt ist, gelangt man mittels der Zoomfunktion über den Screen in das Gebäude hinein.
  • Ein weiteres praktisches Feature ist die Option Offline-Karten herunterzuladen.

Insgesamt ist Google Maps eine ausgereifte Navigations-App, die stetig aktualisiert wird. Wer im Vorfeld schon weiß, wo er hinfahren möchte, hat obendrein die Möglichkeit sich das relevante Kartenmaterial vorher auf das Smartphone herunterzuladen.

Offboard-App Google Maps
Apple Maps

Die auf Apple-Geräten vorinstallierte App hat ebenfalls einen großen Nutzerkreis; auch wenn er im Vergleich geringer ausfällt, als bei Google Maps. Oberflächlich betrachtet gibt es in der Funktionalität nur wenige Unterschiede zwischen den beiden Apps. Die Navigation erfolgt bei Apple in ähnlicher Weise wie bei Google. Rein optisch fällt auf: Es werden in der Kartenanzeige bei Apple Maps andere Farben verwendet. Unterschiede bestehen aber auch in der Darstellung von Straßen, Plätzen und Orten. Bei gleicher Zoomtiefe werden beispielsweise bei Apple Karten weniger Straßennamen, als bei Google Maps angezeigt. Bei den Orten verhält es sich umgekehrt. Wer sich mehr für Sehenswürdigkeiten interessiert ist bei Apple Maps gut aufgehoben, da hier mehr Plätze angezeigt werden. Bei den Zusatzinformationen zu den Points of Interest greift Apple auf Drittanbieter wie Yelp oder Tripadvisor zurück. Diese Informationen sind in der Regel auch immer aktuell, da fehlerhafte Eintragungen auf Basis von Nutzern korrigiert werden. Die Funktionalität von Apple Maps ist ähnlich intuitiv wie bei der Konkurrenz.

Offboard-App Apple Maps

Navi-Apps ohne Internet (Onboard-Apps)

Here WeGo

Hier handelt es sich um den Nachfolger des Nokia Kartendienstes. In der Funktionsweise gibt es wenig Unterschiede zu den Offboard-Systemen. Auf dem Startbildschirm wird die Karte eingeblendet. Oberhalb kann dann via Suchfeld das gewünschte Reiseziel eingegeben werden. Die App verfügt über Kartenmaterial aus 40 Ländern, das direkt auf dem Smartphone gespeichert werden kann. So lässt es sich auch im nicht-europäischen Ausland sorglos navigieren, da kein mobiles Datenvolumen verbraucht wird. Um Speicherplatz zu sparen, lassen sich auch nur die Karten installieren, die häufig benötigt werden. So erfordert die komplette Europa-Karte beispielsweise ca. 10 GB Speicher, die Deutschlandkarte hingegen nur etwa 1 GB. An die Aktualisierung des Kartenmaterials wird durch die App regelmäßig erinnert. Für Funktionen wie die aktuelle Verkehrslage greift die App auf die Übertragung der Informationen mittels DAB+ zurück, das auch von fest verbauten Navigationssystemen verwendet wird. Die App steht kostenfrei zur Verfügung, da die Finanzierung über Werbung erfolgt.

Here We Go App
Navmii

Auch diese App, die früher den Namen Navfree trug, kann offline genutzt werden und ist dank Werbefinanzierung kostenfrei. Die Daten werden via GPS übertragen und können offline genutzt werden. Anders als Here WeGo greift Navmii mit Open Street Maps auf Kartenmaterial in freier Lizenz zurück (Open Source). Geodaten werden hier von einer Community verwaltet, die die Daten weltweit selbst einpflegt und aktualisiert. Die Lizensierungsform erlaubt eine freie Verwendung der Informationen auch bei kommerziellen Navigationssoftwares. Allerdings sind bei Navmii bspw. aktuelle Staumeldungen und Alternativrouten dementsprechend etwas ungenauer als bei Apple oder Google Maps. Die eigentliche Zielführung ist wiederum mit anderen Anbietern vergleichbar. Bei der Eingabe des Ziels sollte man darauf achten, den Ort, die Straße und die Hausnummer gleich vollständig einzugeben. Zwar schlägt die App während der Eingabe passende Orte vor, beim Klick darauf wird aber die Routenführung sofort berechnet, die in der Regel nicht dem individuellen Zielort entspricht. Eine Route kann zudem um interessante Wegpunkte ergänzt werden. Zu deren Beschreibung greift die App auf Drittanbieter wie z.B. TripAdvisor zurück. Die Aktualität des Kartenmaterials im jeweiligen Land ist bedingt durch die Aktivität der jeweiligen Community und kann daher variieren.

Navmii App

Vergleich On- und Offboard-Apps

Insgesamt stellen die auf dem Markt befindlichen Navigations-Apps eine gute Alternative zu den kostenpflichtigen Angeboten dar. Je nach persönlichem Bedarf macht der Rückgriff auf eine Onboard- oder Offboard-App mehr Sinn. Wer viel Wert auf aktuelle Informationen und Echtzeitverkehrsmeldungen legt, ist mit einer Offboard-App besser bedient. Hier empfiehlt sich ein Mobilfunktarif mit umfassendem Datenvolumen. Allerdings kann der Akku des Gerätes wegen der permanenten Sendeleistung schnell zur Neige gehen. Je nach Netzabdeckung kann die Navigation in manchen Gegenden auch eingeschränkt sein. Dort empfiehlt sich ein Rückgriff auf Onboard-Apps. Gerade bei längeren Fahrten mit dem Auto sind sie oftmals die bessere Variante.

Vergleich On- und Offboard-Apps