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Die größten sozialen Netzwerke im Vergleich – Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube, TikTok und Twitter

Die größten sozialen Netzwerke im Vergleich – Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube, TikTok und Twitter

Die meisten von uns sind bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Denn Social-Media-Plattformen sind nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland extrem beliebt. Doch was ist der Grund für die hohen Nutzerzahlen? Welche Vorteile bieten soziale Netzwerke für den Endverbraucher? Was feststeht: Jedes soziale Netzwerk bedient und erreicht eine ganz bestimmte Zielgruppe. Worin liegen aber die konkreten Unterschiede? Welche Plattform bietet welche Vorteile? Wir haben die sechs großen sozialen Netzwerke Facebook, Instagram, Snapchat, YouTube, TikTok und Twitter etwas genauer unter die Lupe genommen.

Facebook

Facebook: Das globale Netzwerk verknüpft Freunde auf der ganzen Welt

Jeder kennt es, fast jeder hat es: Die Rede ist natürlich von Facebook, dem nach Nutzerzahlen beliebtesten sozialen Netzwerk. Im Januar 2020 zählte Facebook weltweit über 1,9 Milliarden Nutzer, in Deutschland 25 Millionen. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Internetnutzer in Deutschland bereits über einen Account verfügt. Heutzutage nutzt ein Großteil der User die Facebook-App, zu der auch der Messenger der Plattform gehört. Aber natürlich kann Facebook noch immer ganz klassisch mit dem PC genutzt werden. Doch warum sollte man sich bei Facebook registrieren bzw. den Account beibehalten? Es gibt zwar immer mehr Alternativen, dennoch bleiben Nutzer dem seit Jahren bewährten Netzwerk treu – und dafür gibt es gute Gründe.

Wofür steht Facebook überhaupt?

In erster Linie steht es für nationale und internationale Kontakte. Man verknüpft sich mit Freunden aus der ganzen Welt und kommuniziert auf unterschiedlichste Art und Weise mit ihnen. Das Netzwerk nutzen Anwender jeglicher Altersgruppe. Tendenziell ist jedoch, wie in fast allen sozialen Netzwerken, ein eher jüngeres Publikum vertreten. Trotzdem wird es von über 50-Jährigen mehr als andere Apps und Social Networks in Deutschland genutzt.

Über welchen Weg kommuniziert man mit seinen Freunden?

Auf Facebook gibt es viele Möglichkeiten, mit den Freunden in Verbindung zu stehen.

  • So lassen sich Fotos und Beiträge posten, wodurch man schöne und spannende Momente mit Freunden teilen und sie am eigenen Leben teilhaben lassen kann – im Umkehrschluss sieht man natürlich auch die Beiträge der Freunde und kann sie liken, kommentieren und im eigenen Profil teilen.
  • Beim Posten entscheidet der Nutzer selbst, ob seine Fotos und Videos nur von zuvor bestätigten Freunden oder auch öffentlich eingesehen werden können.
  • Öffentlichen Profilen folgt man ohne Bestätigung der sogenannten Freundschaftsanfrage. Auf solchen Profilen werden oft lustige Gifs, Videos und Sprüche gepostet. Über die Verlinkung kann man Freunde darauf aufmerksam machen und gemeinsam mit ihnen darüber lachen.
  • Natürlich kann man auch über den direkten Weg mit seinen Freunden kommunizieren, indem man eine Nachricht sendet.

Was unterscheidet Facebook von anderen sozialen Netzwerken? Welche Funktionen sind besonders hilfreich?

  1. Die Veranstaltungsoption:
    Wer kennt es nicht? Man möchte zum Geburtstag ein paar Freunde einladen. Doch sobald die WhatsApp-Gruppe steht, wird die Gruppe schnell für andere Inhalte zweckentfremdet und man verliert den Überblick. Jedem einzeln Bescheid zu geben wäre auch viel zu zeitaufwändig. Auf Facebook lässt sich für solche Fälle einfach eine Veranstaltung mit allen wichtigen Fakten einstellen. Die eingeladenen Personen können direkt zu- oder absagen – die Partyorganisation wird somit zum Kinderspiel.
  2. Der Facebook Safety Check:
    Bei Katastrophen und Terroranschlägen schaltet Facebook die Option frei, damit sich Nutzer in ,Sicherheit markieren' können. So wissen die Freunde weltweit sofort, dass man von dem Unglücksereignis nicht unmittelbar betroffen und wohlauf ist.
  3. Alte Kontakte pflegen und neue Kontakte vertiefen:
    Auch wenn man beispielsweise auf einer Party neue Leute kennenlernt ist Facebook zum weiteren Kontakthalten praktisch: Der Austausch von Facebook-Profilen ist schnell und einfach. Außerdem verändert sich das Profil im Gegensatz zur Handynummer in der Regel nicht.
Wofür steht Facebook überhaupt?
Über welchen Weg kommuniziert man mit seinen Freunden?
Was unterscheidet Facebook von anderen sozialen Netzwerken?
Was unterscheidet Facebook von anderen sozialen Netzwerken?
Instagram

Instagram: Die Foto-App für Blogger, Influencer und Selfie-Stars

Bei all den Funktionen, die Facebook zu bieten hat, stellt sich die Frage, wozu man noch Instagram benötigt. Auf den ersten Blick wirkt die App ziemlich ähnlich: Es lassen sich Bilder hochladen, liken und kommentieren sowie private Nachrichten versenden. Doch der große Unterschied ist, dass Instagram seinen Fokus eindeutig auf die Bilder setzt und nicht wie Facebook auf die Kontaktpflege. Instagram gilt als DIE Plattform schlechthin zum Teilen von Fotos und kurzen Videos. Die Zielgruppe besteht vorwiegend aus jüngeren Nutzern, die vor allem mit Themen wie Fashion, Food & Travel Aufmerksamkeit erreichen möchten. Die meisten Instagramer haben deshalb auch ein öffentliches Profil, denn nur so erhalten ihre Beiträge eine Vielzahl von Likes.

Welche Vorteile bietet Instagram im Vergleich zu anderen Social Networks?

Die Beliebtheit der App liegt unter anderem an den vielfältigen Profilen. Sie beinhalten interessante Inhalte zu beinahe jedem Themenbereich: Ob Food, Fashion und Reise, Kunst, Fotografie, Prominente oder Komik. Durch den Einsatz von Hashtags ziehen Nutzer beim Posten von Fotos extrem schnell die Aufmerksamkeit auf sich und erhalten manchmal in Sekundenschnelle Hunderte von Likes, Kommentare und neue Follower.

Was ist ein ,Hashtag'? Damit die geposteten Fotos möglichst viel Reichweite erzielen, verknüpft man diese mit relevanten Schlagwörtern. Diese markiert man mit einem Hashtag, dem Raute-Zeichen oder Doppelkreuz „#“. Lädt man zum Beispiel ein Strandfoto hoch, setzt man Hashtags wie #travel oder #beach. Instagram-Nutzer, die über die Sucheingabe nach diesen Begriffen suchen, werden dann auf die geposteten Beiträge aufmerksam.

Was macht Instagram besonders attraktiv?

Die Plattform hat inzwischen eine solch große Reichweite, dass besonders beliebte (große Zahl an Followern) Instagramer für die Werbeindustrie interessant sind. So gibt es viele Influencer, die gegen Honorar (Schleich-)Werbung für eine bestimmte Marke betreiben.

Es lassen sich aber auch Stories hochladen, also Bilder oder kurze Videos, die nach 24 Stunden automatisch wieder gelöscht werden – ähnlich wie bei Snapchat. Über die Stories lassen sich auch kurze Umfragen durchführen. Sie sind relativ einfach und schnell umzusetzen. So können unkompliziert Trends zu definierten Themen ermittelt werden. Außerdem lassen sich Live-Videos, auch Directs genannt, abspielen, über die man mit seinen Followern direkt in einen Dialog treten kann.

Übrigens: Hier gibt es spannende Tipps für mehr Follower & Likes auf Instagram.

Die Foto-App für Blogger, Influencer und Selfie-Stars
Welche Vorteile bietet Instagram im Vergleich zu anderen Social Networks?
Was macht Instagram besonders attraktiv?
Snapchat

Snapchat: Die App zum temporären Teilen von Fotos und Videos

Snapchat ist vor allem unter jungen Smartphone-Usern beliebt. In dieser Zielgruppe gilt der Dienst als besonders „in“. Woran liegt das? Snapchat unterscheidet sich gegenüber anderen sozialen Mediendiensten besonders im Aufbau. Um die beliebte App zu nutzen, muss kein Profil mit detaillierten Informationen hinterlegt werden. Vielmehr erhält der Anwender direkt einen eigenen Channel, über den sich fortlaufend neue Inhalte wie Fotos und Videos einstellen lassen. Einer der entscheidenden Vorteile gegenüber anderen sozialen Netzwerken ist also die Anonymität. Der Lehrer, der Chef oder die Eltern werden somit nicht herausfinden, welche Fotos man postet – zumindest nicht, wenn dies nicht gewünscht ist.

Snapchat ist aber auch kein soziales Netzwerk im klassischen Sinne. Im Grunde handelt es sich hierbei vielmehr um eine Kreuzung aus Messenger und Social Network; sozusagen eine Mischung aus WhatsApp und Instagram.

Was hat Snapchat zu bieten?

Bei Snapchat teilt man vor allem Fotos und kurze Videos. Diese Medien lassen sich sichtbar für alle Follower hochladen oder privat an die dafür bestimmte Person versenden. Das Besondere: Die Inhalte löschen sich nach einiger Zeit automatisiert wieder. Ein Beispiel: Ein Anwender teilt eine Bilderserie mit seinen Followern und stellt sie für 24 Stunden als sogenannte Story zur Verfügung. Die User können die Fotoserie während dieses Zeitfensters ansehen, jedoch nicht direkt liken, kommentieren oder speichern. Ist die Zeit abgelaufen, löschen sich die Inhalte von selbst. Was viele nicht wissen: Zwar gibt es auf Facebook, Instagram und WhatsApp inzwischen ähnliche Funktionen (wie die bereits erwähnte Instagram-Story). Ursprünglich entwickelt wurde dieses Feature jedoch von Snapchat.

Auch für das Teilen von privaten Inhalten, die nicht einer größeren Gruppe zugänglich sein sollen, eignet sich die Plattform: Lustige oder etwas unvorteilhafte Fotos oder auch Partyvideos können direkt versandt werden und löschen sich automatisch ein bis zehn Sekunden nach dem Öffnen der Datei, je nach individueller Einstellung.

Vorsicht Screenshot möglich! Selbst wenn sich die Inhalte nach einigen Sekunden löschen, lassen sich die versendeten Fotos als Screenshot speichern. Zwar bekommt man in diesem Fall eine Benachrichtigung. Nichtsdestotrotz sind die Bilder speicherbar, weshalb man vorsichtig beim Bereitstellen von freizügigen Fotos oder peinlichen Videos sein sollte.

Die App zum temporären Teilen von Fotos und Videos
Was hat Snapchat zu bieten?
YouTube

YouTube: Das Videoportal mit Musikclips, Tutorials & mehr

Was YouTube im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken auszeichnet: Videos – und zwar eine beinahe unvorstellbar riesige Ansammlung. YouTube ist die weltweit größte Videoplattform; und sie wächst im Minutentakt weiter. Rund 300 Stunden Videomaterial laden Nutzer alle 60 Sekunden auf YouTube hoch. Nicht zuletzt allein damit ist zu erklären, dass die Plattform Clips zu jeglichen denkbaren Themenbereichen bietet. Jeder kann Videos auf die Plattform hochladen und damit ein großes Publikum erreichen. Dieses wiederum kann das Material bewerten und kommentieren.

Welche Art von Videos wird auf YouTube hochgeladen?

Inhaltlich wird auf YouTube so gut wie alles geboten. Angefangen mit Musikvideos, Filmtrailer und -bewertungen, Tutorials, News, Klatsch & Tratsch bis hin zu Extremsport, Univorlesungen, Comedy-Clips und natürlich den berühmt berüchtigten Katzenvideos. Beim jüngeren Publikum besonders beliebt sind sogenannte Pranks, also Streiche, die man Fremden oder Freunden spielt und anschließend ins Netz stellt.

Neben unterhaltsamen Just-for-Fun-Beiträgen gibt es auch ein großes Angebot an wirklich hilfreichen Videos. Praktische Do-It-Yourself-Anleitungen ermöglichen auch dem Laien, einfachere Reparaturen an Autos oder Haushaltsgeräten selbstständig durchzuführen. Darüber hinaus gibt es unzählige Tutorials für Hobby-Handwerker oder Sporttraining-Videos. Ebenso hilfreich sind E-Learning-Videos, mit Hilfe derer Anwender beispielsweise ihre Sprachkenntnisse verbessern oder komplexe Fragestellungen zur Mathematik verstehen können. Auch zielgruppengerecht aufgebaute Nachrichtenformate unterstützen u.a. jüngere Zuseher, ihr Allgemeinwissen zu verbessern.

Das Videoportal mit Musikclips, Tutorials & mehr
Twitter

Twitter: Die „Tweet“-Plattform für Statements zu sämtlichen Themen

Jetzt könnte man sich fragen, ob denn mit den bereits genannten Netzwerken nicht schon jedes denkbare User-Bedürfnis abgedeckt ist. Die Antwort ist ein klares Nein. Denn Twitter steht prinzipiell nicht für die Pflege von Freundschafen oder den Austausch von Fotos und Videos, sondern für Statements. Auf Twitter haben User die Möglichkeit, kurze Textnachrichten-Posts mit einer Länge von maximal 280 Zeichen zu veröffentlichen, die sogenannten "Tweets" (dt. Zwitschern). In diesen Tweets lassen sich Meinungen und Kommentare zu jedem x-beliebigen Thema kundtun – meistens natürlich zu top-aktuellen News wie einer politischen Rede, einem peinlichen Auftritt oder einem bewegenden Ereignis. Dabei steht es jedem User frei, ob die wahre Identität preisgegeben werden soll oder die Statements lieber anonym an die Öffentlichkeit übermittelt werden. Wie bei Instagram werden auch hier Hashtags zur Verschlagwortung verwendet, um die Beiträge thematisch zu filtern.

Welche Rolle spielen Promis und Politiker bei Twitter?

Twitter ist besonders in den USA extrem beliebt. Das liegt unter anderem daran, dass die Plattform von so gut wie jedem Promi genutzt wird. Sie nutzen den digitalen Kanal gern als Sprachrohr, um ,in aller Munde' zu bleiben. Die Öffentlichkeit wiederum, ist für Klatsch & Tratsch immer empfänglich. Welche VIPs haben eine Haltung zu kontrovers diskutierten Themen? Für welche Projekte setzen sich Promis ein? Welche politischen Ansichten vertreten sie? Stichwort Politik: Auch unter Politikern ist Twitter ein beliebtes Kommunikationsinstrument. Sie äußern ihre Meinung gern über Twitter und erreichen damit ein breites Publikum. Paradebeispiel hierfür ist Donald Trump. Er sorgt mit provokanten Tweets immer wieder für Aufsehen.

Twitter in Deutschland:

In Deutschland nimmt Twitter zwar nicht eine solch starke Position ein wie in den USA. Dennoch werden von Politikern über Twitter lancierte Statements regelmäßig von seriösen Nachrichtenmedien oder News-Apps aufgegriffen und rezitiert. Selbst die Polizei ist fleißig am Tweeten und nutzt das Medium u.a. zur Veröffentlichung von Warnhinweisen bei aktuellen Ereignissen. Trotz der relativ beschränkten Informationsmenge, die mittels eines Tweets verbreitet werden kann, hat das Medium weltweit eine starke Stellung eingenommen. So dient das Kommunikationsmedium – auch in nicht demokratisch organisierten Regionen – zur Meinungsfreiheit und -vielfältigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. Im Gegensatz zu Social Networks wie Instagram & Co dient Twitter also nicht vorrangig zur Selbstdarstellung, sondern v.a. der Meinungsäußerung und -verbreitung.

Die 'Tweet'-Plattform für Statements zu sämtlichen Themen
Welche Rolle spielen Promis und Politiker bei Twitter?
Twitter in Deutschland:
TikTok

TikTok – Die Musikvideo Plattform für Lippensynchronisation

Bei nicht wenigen Kindern der Neunziger werden beim Gedanken an die „Mini Playback Show“ nostalgische Gefühle wach. Unter den wohlwollenden Augen der Moderatorin Marijke Amado durften kleine Nachwuchsstars hier zwischen 1990 und 1998 einmal wöchentlich auf großer TV-Bühne bekannte Hits Playback zum Besten geben. Doch Zeiten ändern sich. Statt wenigen Auserwählten hat heute praktisch jeder auf diversen Social Media Portalen die Chance auf seine – frei nach Andy Warhol – 15 Minuten Ruhm (oder sich komplett zum Affen machen).

So erfreute sich in Form der App musical.ly in den letzten Jahren unter Teenagern eine Plattform enormer Beliebtheit, die das Konzept der selbstgemachten Playback-Musikvideos auf Social Media groß rausbrachte. Kinder und Jugendliche wurden durch die Plattform zu regelrechten Stars mit Millionen an Followern und lukrativen Werbeverträgen. Doch seit 2018 ist musical.ly Geschichte. Was früher musical.ly war, heißt nun TikTok und führt seit Monaten App-Charts auf der ganzen Welt an.

Grund genug in diesem Artikel zu erklären warum es musical.ly nicht mehr gibt, was es mit dem Hype um die TikTok App auf sich hat und wie die Trend App funktioniert.

TikTok – Die Musikvideo Plattform für Lippensynchronisation

Warum aus musical.ly TikTok wurde

Warum sollte man eine boomende App einstellen, die es zeitweise auf bis zu 100 Millionen Nutzer pro Monat gebracht hat? Diese Frage stellten sich nicht wenige, als das Ende der beliebten App für Playback-Musikclips im Sommer 2018 bekannt wurde. Doch die Antwort ist weniger mysteriös als es auf den ersten Blick scheint.

Denn musical.ly wurde nicht etwa wegen mangelnden Erfolges eingestellt, sondern schlichtweg von einem neuen Besitzer aufgekauft. Genau genommen handelt es sich dabei um das chinesische Unternehmen ByteDance. Diesem soll musical.ly eine ganze Milliarde US-Dollar wert gewesen sein.

Der neue Eigentümer entschied sich dazu, musical.ly fortan unter dem Namen TikTok weiterzuführen. Ob die Idee für den Namen Resultat eines ausgedehnten Waldspazierganges und der Begegnung mit einem gefiederten Schnabelträger ist, kann indessen nicht sicher bestätigt werden.

Gewiss ist dagegen, dass TikTok bereits die größte Kurzvideo-Plattform in Asien ist, etwa 500 Millionen aktive Nutzer pro Monat aufweist und als die sich am schnellsten ausbreitende mobile App der Welt gilt. Somit vereint die ehemalige musical.ly App unter dem Namen TikTok nun eine nochmals deutlich größere globale soziale Community.

Im Zuge der Fusionierung beider Videoportale wurden die ehemaligen musical.ly-Nutzer automatisch in die TikTok Community aufgenommen. Dementsprechend finden musical.ly-Nutzer die meisten liebgewonnenen Haupt-Funktionen auch in der neuen Videoclip-Community. Dennoch ist TikTok nicht gleich musical.ly. Denn mit der Übernahme von musical.ly durch TikTok ging eine Erweiterung des Funktionsumfanges auf dem Videoportal einher.

Warum aus musical.ly TikTok wurde

TikTok – soziales Netzwerk für junge Zielgruppe

Bei der TikTok App handelt es sich weiterhin um ein soziales Netzwerk, das den Fokus auf das Erstellen und Teilen eigener Videoclips legt und vor allem eine jüngere Zielgruppe im Teenager-Alter anspricht.

Anders als bei musical.ly stehen bei TikTok nicht mehr alleine die sogenannten Lip-Sync-Videoclips – also Full-Playback-Videos, in denen Nutzer synchron zu einem hinterlegten Song die Lippen bewegen und dazu performen – im Mittelpunkt. Diese Musik Clips bilden zwar weiterhin das Fundament des sozialen Netzwerks. Darüber hinaus sieht sich das Portal aber auch als Plattform für selbstgedrehte Videoclips aus anderen Bereichen wie beispielsweise Comedy, Video Blog (VLOG), Do-it-yourself (DIY), Beauty oder Sport.

Allgemein möchte die Plattform ein Ort sein, an dem Nutzer in Form kurzer, auf dem Smartphone selbst erstellter Videos ihrer Kreativität freien Ausdruck verleihen können. Einfach zu bedienende Videoerstellungs- und Videobearbeitungs-Tools sollen die Nutzer der App dazu in die Lage versetzen, wertvolle Momente aus ihrem Leben auf kreative Art und Weise mit anderen Menschen teilen zu können.

Die Mission der TikTok-Macher besteht folglich darin ein soziales Video-Netzwerk zu etablieren, in dem jeder einzelne nicht nur Konsument sondern auch kreativer Erschaffer sein kann. Den Downloadzahlen und der Anzahl veröffentlichter Videos nach zu urteilen, scheint dies enorm gut zu gelingen.

TikTok – soziales Netzwerk für junge Zielgruppe

TikTok – so funktioniert die TikTok App?

Die drei wichtigsten Funktionen von TikTok lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Gemäß dem Anspruch der App-Macher ist TikTok so konzipiert, dass jeder auch ohne größere technische Vorkenntnisse über die App ganz leicht eigene Video-Clips erstellen und bearbeiten kann.

Andere mit einer einstudierten Tanz-Performance zum aktuellen Lieblingssong mitreißen? Jeder soll die neu erlernten Skating-Skills sehen können? Oder handelt der Clip von einer anderen persönlichen Leidenschaft? Die thematische Ausrichtung dder Videos ist jedem selbst überlassen. Erlaubt ist, was gefällt.

TikTok – so funktioniert die TikTok App?

Möchte man einen neuen Videoclip aufnehmen, dann greift die App dazu auf die Smartphone-Kamera zurück. Einfach zu bedienende Tools zum Schneiden, Zusammenführen oder Duplizieren ermöglichen das Video exakt den Wunschvorstellungen entsprechend anzupassen. Ist die Sequenz im Kasten, kann das Video anschließend mit unzähligen (Gesichts-)Filtern, Stickern oder Spezial-Effekten kreativ verschönert werden. Und um das Wichtigste nicht zu vergessen: für Video-Clips stehen Millionen an kostenlosen Musikclips und Sounds unterschiedlichster Genres zur Auswahl, die für die passende musikalische Untermalung sorgen. Genug Material also, wenn man an weiteren Musik- und Tanz-Videos feilen möchte.

Zur Inspiration oder schlichtweg nur zur Unterhaltung stehen personalisierte Video-Vorschläge bereit. Mittels künstlicher Intelligenz (KI) lernt TikTok welche Art von Videos dem Nutzer besonders gut gefallen und präsentiert auf die Interessen zugeschnittene Clips anderer Nutzer. Angesichts der riesigen globalen Community geht der Video-Stoff so schnell nicht aus. Im Gegensatz zu Videoportalen wie YouTube, sind die Video-Clips bei TikTok maximal 5 Minuten lang. So eignen sich diese perfekt für die kleine Pause zwischendurch.

künstlicher Intelligenz (KI) lernt TikTok

Ist TikTok sicher?

musical.ly sah sich immer wieder mit – wohl zum Teil berechtigten – Vorwürfen mangelhaften Jugendschutzes konfrontiert. Schließlich postete die meist junge Zielgruppe nicht selten öffentlich allzu freizügige Video-Clips, was Missbrauch Tür und Tor öffnete. Auch TikTok sah sich bereits ähnlicher Kritik ausgesetzt.

Denn in der Tat ist es problematisch, wenn Minderjährige für die komplette Community sichtbar freizügige oder sehr private Video-Clips von sich veröffentlichen. Schließlich kann in diesem Fall niemand genau überprüfen, wer die Videoclips zu Gesicht bekommt und was genau damit geschieht.

Zwar verspricht TikTok mithilfe moderner Algorithmen und maschinellem Lernen dafür Sorge zu tragen, dass anstößige Inhalte und Kommentare automatisch aussortiert werden. Wirkliche Sicherheit bietet dies aber natürlich nicht. Zugutehalten muss man dem Anbieter jedoch, dass dank der Einrichtung eines sogenannten „Safety Centers“ in der App nun leichter festgelegt werden kann, wer eigene Inhalte sehen darf.

Wichtig bleibt dennoch, dass Eltern ihre Heranwachsenden über die Gefahren und Risiken, die auf solchen sozialen Plattformen lauern, aufklären und zu einem verantwortungsvollen Umgang ermutigen. Die Privatsphäre-Einstellungen ermöglichen zum Beispiel, dass die veröffentlichten Video-Clips nur von Freunden gesehen werden können und Fremden somit der Zugang verwehrt bleibt.

Ist TikTok sicher?

Fazit

Die sozialen Netzwerke bedienen unterschiedliche Bedürfnisse. Facebook dient der globalen Verknüpfung und Kommunikation mit Freunden, Instagram eignet sich vor allem zur Selbstdarstellung und -vermarktung mittels Fotos, Snapchat ist ideal zum temporären Teilen von Medien, Twitter dient der Meinungsäußerung und TikTok bietet allen Selbstdarstellern Raum für ihre selbstgedrehten Videos. Alle sechs Netzwerke sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Medienwelt und bieten eine riesige Reichweite.

Heutzutage werden soziale Netzwerke größtenteils per Smartphone genutzt. Daher empfiehlt sich ein Smartphone-Tarif mit einem großen Internetvolumen.
P.S. Die Nase voll von den großen sozialen Netzwerken? Hier werden spannende Alternativen vorgeschlagen.


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