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Handy Displays: AMOLED, LCD, LED und Retina im Vergleich

AMOLED, LCD, LED & Co. im Überblick

AMOLED, LCD, LED & Co. im Überblick

Beim Kauf eines neuen Smartphones, ganz gleich ob Handy mit oder ohne Vertrag, gibt es einige Spezifikationen, die man beachten sollte – Speicherkapazität, Displaygröße, Bildwiederholrate, Betriebssystem und viele weitere. Was im Allgemeinen dabei von den meisten übersehen wird, ist der Bildschirmtyp des Smartphones. Die Akronyme für Smartphone-Displays können auf den ersten Blick verwirrend erscheinen, schließlich gibt es mittlerweile unzählige davon, wie LCD, LED, OLED oder AMOLED. Anhand dieses Artikels versuchen wir etwas Licht ins Display-Dunkel zu bringen. Und wer weiß, vielleicht sind beim nächsten Smartphone-Kauf dann nicht mehr Größe und Prozessor entscheidend, sondern die Art des Bildschirms.

AMOLED, LCD, LED & Co. im Überblick

Die verschiedenen Display-Arten

Nicht nur beim Kauf eines neuen Fernsehers, Tablets oder Monitors sollte man dem Bildschirmtyp Beachtung schenken, sondern natürlich auch beim Alltagsgegenstand Nummer Eins, dem Handy. Lange Zeit gab es nur zwei Hauptdisplays in der Smartphone-Industrie – LCD und LED. Mit der Weiterentwicklung der Technologie kamen viele weitere auf, wie OLED, AMOLED, sAMOLED, Dynamic AMOLED oder das Retina-Display.

LC-Displays werden in den meisten Mittelklasse-Smartphones von Xiaomi, Realme und anderen chinesischen Herstellern verwendet, wie etwa im Xiaomi Mi 10T. OLED wird oft in deren Flaggschiff-Geräten verbaut. Samsung hingegen verwendet bevorzugt AMOLED und sAMOLED, aktuell mit der Galaxy S21-Reihe auch Dynamic AMOLED und Retina wird meist von Apple verwendet.

Die verschiedenen Display-Arten

Die Abkürzung LCD stammt aus dem Englischen und steht für „Liquid Crystal Display“. Das bedeutet, dass die Ausrichtung von Flüssigkristallen durch elektrische Impulse gesteuert wird. Das Flüssigkristall-Display gehört zu den ältesten Display-Typen und stützt sich auf eine Hintergrundbeleuchtung als einzige Lichtquelle, um die unterschiedlichen Pixel zu beleuchten.

Dabei ist die Hintergrundbeleuchtung lediglich ein weißes Licht, welches von den Farben Rot, Blau und Grün ausgegeben wird. Man kann sich das in etwa wie beim Mischen der Grundfarben vorstellen: Dringen durch blaue und rote Subpixel gleich viel Licht, durch das grüne Subpixel aber kein Licht, so ergibt sich die Farbe Violett.

Außerdem sind LCD-Bildschirme heller als die meisten anderen Panel-Typen, was für den Einsatz in Smartphones von Vorteil sein kann, da diese oft bei hellem Sonnenlicht verwendet werden. Den Handy-Hitzeschutz sollten Sie bei hohen Temperaturen aber natürlich trotzdem nicht vergessen.

Handy-Displays mit LCD-Technik sind in der Regel etwas günstiger als die Konkurrenz mit AMOLED-Displays. Trotz dessen, dass LC-Displays preiswerter sind als manch anderes Display, weisen sie eine sehr hohe Lebensdauer auf, beispielsweise im Gegensatz zu OLED-Bildschirmen. Mittlerweile haben sich natürlich auch LC-Displays weiterentwickelt und sind zu Super-LCDs mutiert, die eine höhere Schärfe, einen größeren Betrachtungswinkel und mehr Kontraste bieten.

LCD: Der Flüssigkristall-Bildschirm

IPS steht für „In-Plane-Switching“ und ist eine Bildschirmtechnologie für LCDs. Die IPS-Technik wurde entwickelt, um folgendes Problem zu lösen: die starke Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel und mangelhafte Farbwiedergabe. Beim In-Plane-Switching wird die Ausrichtung der Moleküle der Flüssigkristallschicht (LC) zwischen den Glassubstraten angeordnet und umgeschaltet, sodass das Ablesen des Handys auch aus einem steileren Sichtwinkel ermöglicht wird, ohne dabei die Farben zu verfälschen.

Retina ist ein Marketingbegriff von Apple, für den es keine konkrete Definition gibt: Vereinfacht ausgedrückt ist ein Retina-Display jeder beliebige Bildschirm, den Apple so nennen möchte. Es gibt jedoch Merkmale, die Retina-Displays von Nicht-Retina-Bildschirmen unterscheiden. Ein wesentlicher ist die Pixeldichte, also die Kennzahl, die den besten Eindruck von der Schärfe eines Bildschirms vermittelt. De facto sehen Sie bei Retina-Displays also keinen einzelnen Pixel, sondern nur das Bild, das diese Pixel erzeugen.

Dabei spielen zwei Elemente eine ganz entscheidende Rolle, ob Pixel wahrnehmbar sind oder nicht: Abstand und Dichte: Je weiter Ihre Augen vom Bildschirm entfernt sind, desto geringer ist die Pixeldichte, die erforderlich ist, um die Pixel „verschwinden“ zu lassen.

Im Allgemeinen gilt: Je größer der Bildschirm, desto weiter sind Ihre Augen davon entfernt und desto geringer ist die erforderliche Pixeldichte, um sich als Retina-Display zu qualifizieren.

Seit Januar 2018 wurde beinahe jedes Apple-Produkt mit einem eingebauten Display als Retina oder besser eingestuft. iOS-Geräte mit Retina-Display sind zum Beispiel: iPhone XR (flüssiges Retina HD), iPhone 11 Pro Max (Super Retina XDR) und natürlich auch die neueste iPhone-Generation mit iPhone 12, iPhone 12 mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max.

IPS & Retina-Displays

LED: Flachbildschirm mit Leuchtdioden

Ein LED-Display ist ein Flachbildschirm, der eine Anordnung von Leuchtdioden als Pixel für eine Videoanzeige verwendet. Aufgrund ihrer Helligkeit können LEDs gut im Freien verwendet werden, wo sie beispielsweise in der Sonne für Ladenschilder und Werbetafeln sichtbar sind.

Heute werden in großen Displays hochbrillante Dioden eingesetzt, um ein breites Farbspektrum zu erzeugen. Mehrere große Tech-Konzerne wie Apple, Samsung und LG arbeiten derzeit an der Entwicklung von MicroLED-Displays. Diese Displays sind leichter skalierbar und sollen dabei helfen, den Produktionsprozess effizienter zu gestalten.

Pluspunkte bei LEDs:

LED: Flachbildschirm mit Leuchtdioden

OLED-Displays – die derzeit besten Smartphone-Bildschirme?

OLED ist die Abkürzung für Organic Light-Emitting Diode (Organische Leuchtdiode).

Im Gegensatz zu LCDs, die eine Hintergrundbeleuchtung verwenden, wird dies bei den OLED-Bildschirmen nicht benötigt. Sie haben eine Schicht aus organischem Material, die Licht aussendet, wenn sie elektrischem Strom ausgesetzt wird. Dadurch werden viel sattere und lebendigere Farben dargestellt, während das Bildschirm-Panel sehr dünn und flexibel bleibt. Die Beleuchtung pro Pixel ist bei OLED-Displays viel genauer, was dazu beiträgt, dass OLED-Bildschirme die tiefsten Schwarztöne liefern. Da die Pixel, die keinen Strom erhalten, in Ruhe liegen können, verbraucht OLED in der Regel weniger Strom und bietet eine bessere Akkulaufzeit.

Die meisten Display-Experten und Verbraucher sind sich einig, dass OLED-Displays momentan die besten Smartphone-Displays der Welt sind, weswegen sich die OLED-Technologie als führende Smartphone-Display-Technologie in den letzten Jahren durchgesetzt hat. Die beliebtesten Smartphone-Hersteller liefern allesamt AMOLED-Displays aus, worunter die von Samsung hergestellten Super AMOLED-Displays zu den Besten gehören. Aber auch andere OLED-Hersteller wie LG oder BOE Display produzieren hochwertige OLEDs.

Das Samsung Galaxy S21 verfügt über ein 6,2-Zoll Dynamic AMOLED-Display, das S21+ über ein größeres 6,7-Zoll-Dynamic-AMOLED-Display und das Galaxy S21 Ultra hat ein 6,8-Zoll großes Dynamic AMOLED 2X verbaut.

OLED-Displays – die derzeit besten Smartphone-Bildschirme?
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AMOLED & Super AMOLED

AMOLED steht für Active Matrix Organic Light-Emitting Diode und ist eine Weiterentwicklung der OLED-Displays. Die AMOLED-Technologie ist OLED-Displays sehr ähnlich, hat aber Dünnschichttransistoren (TFT) auf der Rückseite. Dies sorgt für eine schnellere und präzisere Steuerung, da es jedes einzelne Pixel ein- oder ausschalten kann. Zudem enthält es auch den Speicherkondensator, der einen größeren Bildschirm ermöglicht, indem er die Größenbeschränkung des Bildschirms aufhebt.

Das TFT ist hier die wichtigste Komponente, die den Stromfluss in jedem Pixel steuert. Es enthält grundsätzlich zwei TFTs für jedes Pixel – eines zum Starten und eines zum Stoppen der Ladung der Speicherkondensatoren. So kann jede LED individuell arbeiten und für sich selbst Licht erzeugen. Und dank seiner großen Flexibilität kann es in faltbaren Telefonen wie dem Moto Razor und dem Samsung Galaxy Fold eingesetzt werden.

Sicherlich sind Sie schon auf die Begriffe sAMOLED oder Super AMOLED gestoßen. Die Technologie wurde von Samsung erfunden und wird in den Bildschirmen der High-End-Modelle integriert. Dies sorgt für eine große Farbvielfalt mit größerer Klarheit. Da es in den Bildschirm integriert ist, anstatt eine zusätzliche Schicht zu bilden, können die Super-AMOLED-Displays besser mit Sonnenlicht umgehen als andere AMOLED-Displays und verbrauchen gleichzeitig weniger Strom.

AMOLED & Super AMOLED

Vor- und Nachteile von AMOLED-Displays

Vorteile
Nachteile
Dünner und flexibler durch den Wegfall der Hintergrundbeleuchtung
Geringe Lebensdauer aufgrund der Verwendung von organischen Materialien
Hohe Bildwiederholraten, perfekt für Gamer
Kostspielig
Geringerer Batterieverbrauch bei Verwendung von dunklen Farben
Keine Beschränkung der Bildschirmgröße
Vorteile
Dünner und flexibler durch den Wegfall der Hintergrundbeleuchtung
Hohe Bildwiederholraten, perfekt für Gamer
Geringerer Batterieverbrauch bei Verwendung von dunklen Farben
Keine Beschränkung der Bildschirmgröße
Nachteile
Geringe Lebensdauer aufgrund der Verwendung von organischen Materialien
Kostspielig
Vor- und Nachteile von AMOLED-Displays

Fazit zu den verschiedenen Display-Arten

Der Bildschirm ist nicht nur der offensichtlichste Bauteil eines Smartphones, sondern auch für die gesamte Interaktion mit dem Gerät verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, beim nächsten Smartphone-Kauf nicht nur auf den Hersteller zu achten, sondern auch auf die verschiedenen Display-Typen.

Bei Smartphone-Displays geht es nicht um die Frage, welcher Bildschirm besser ist, sondern hier ist es immer eine Abwägung zwischen gewissen Vor- und Nachteilen: Zahlen und technische Daten sind natürlich nicht ganz unwichtig, aber die Leistung des Displays in der realen Welt ist viel entscheidender. Schließlich muss Ihnen die Haptik gefallen und Sie müssen beurteilen, wie gut Sättigung, Helligkeit und Kontrastwerte für Sie sind.

Sie sollten sich über Ihre Nutzungsgewohnheiten im Klaren sein und den Bildschirm entsprechend auswählen: Wenn Sie mit dem Handy eher abends aktiv sind, weil Sie tagsüber am Schreibtisch sitzen, dann sind die Tageslichtvorteile von LCDs wahrscheinlich nicht so wichtig für Sie. Sind Sie hingegen ein Outdoor-Typ, dann dürften diese Faktoren wiederum einen höheren Stellenwert für Sie haben.

Wenn Sie Wert auf einen Power-Akku, atemberaubende Farben und Kontraste legen, dann sollten Sie einen Blick auf AMOLED werfen. Sie sehen ein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt es nicht. Ungeachtet des Displays sollten Sie Wert auf einen schnellen Datentarif legen, um auch von unterwegs mobil zu bleiben. Bei smartmobil.de gibt es verschiedene Tarife zu attraktiven Preisen.

Fazit zu den verschiedenen Display-Arten

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